Sustainable Food Shopping: 10 Alternativen für nachhaltigen Lebensmitteleinkauf

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Es ist großartig zu sehen, wie viele Möglichkeiten man auf einmal bei Konsum-Entscheidungen hat. Bewusstere und nachhaltigere Entscheidungen zu treffen, ist und wird immer einfacher. Man kann nachhaltig produzierte Produkte kaufen, über zahlreiche Plattformen Gebrauchtes erwerben oder in Unverpackt Läden Lebensmittel ohne Verpackung kaufen.

Was ich ebenso großartig finde: Auf einmal findet man auch zahlreiche Vorbilder; Menschen, mit denen man sich identifizieren kann und die einem zeigen, wie man Waschmittel selber herstellt, Müll spart oder Dinge repariert. So viel Inspiration spornt an, selbst nachhaltiger zu leben.

Wie so oft kommt dabei natürlich die Frage auf: Wo fange ich an? Und wo kann ich denn alternative Produkte beziehen? Da es beim Thema Nachhaltigkeit an sich auch darum geht, weniger zu konsumieren, finde ich es clever, in einem Bereich zu beginnen, in dem man auch mit allen Nachhaltigkeitsbestrebungen nicht nicht konsumieren kann: Lebensmittel.

Beim Lebensmittel-Einkauf nach Alternativen zum Standard-Supermarkt zu suchen, ist aus verschiedenen Gründen sinnvoll. Mit meiner Entscheidung wo und wie ich meine Lebensmittel kaufe, treffe ich auch eine Entscheidung in Bezug auf die Themen Lebensmittelverschwendung, Verpackungsmüll, faire Produktionsbedingungen, Regionalität oder Lieferwege. Statt der regulären Supermarkt-Produkte kann ich auch Lebensmittel kaufen, die sonst wegen kleiner Dellen oder kurzem Mindesthaltbarkeitsdatum weggeworfen würden. Oder aber Obst und Gemüse, das keine langen Lieferwege hinter sich hat, sondern regional angebaut wurde.

Im Folgenden stelle ich euch ein paar dieser spannenden Alternativen vor, bei denen ihr eure Lebensmittel nachhaltig einkaufen könnt.

Lebensmittel nachhaltig einkaufen: 10 Alternativen

#1 SirPlus

Viele Lebensmittel sind auch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums noch lange haltbar und genießbar. Schließlich gibt das Datum ja nur an, bis wann sich das Lebensmittel mindestens hält und nicht ab wann es ganz sicherlich verdorben ist. Bei SirPlus bekommt man Lebensmittel, die kurz vor oder nach dem Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums stehen, sowie überschüssige Lebensmittel, die sonst in der Mülltonne landen würden. SirPlus hat Rettermärkte in Berlin sowie einen Online-Shop. An den Rettermärkten mag ich, dass ich jedes Mal andere und neue Lebensmittel entdecken kann, denn – das versteht sich von selbst – das Sortiment wechselt ständig. >> SirPlus entdecken

#2 Etepetete

Sehr absurd, aber leider auch sehr real, ist, dass Obst und Gemüse bestimmten Normen entsprechen muss, um es ins Supermarktregal zu schaffen. Wenn es zu krumm ist oder Dellen hat, landet es statt im Supermarkt in der Mülltonne. Genau hier setzt Etepetete an und bietet Abo-Boxen mit – wie sie es nennen – extravagant aussehendem Obst und Gemüse an. So müssen Bauern weniger wegwerfen und ihr könnt noch mehr Lebensmittel retten. Versendet wird übrigens deutschlandweit – yay! >> Etepetete ausprobieren

#3 Marktschwärmer

Marktschwärmer verbindet Bauern und regionale Erzeuger direkt mit dir, dem Verbraucher. Das funktioniert wie folgt: Du kaufst online die Lebensmittel direkt von den regionalen Erzeugern und bezahlst auch online. Die Waren werden dann an eine Abholstation, eine sogenannte Schwärmerei, in deiner Nähe geliefert. Im Gegensatz zu einem Markt bringen die Erzeugerbetriebe somit auch nur die Lebensmittel mit, die tatsächlich schon gekauft wurden. >> Marktschwärmer entdecken

#4 PlantAge

In unserem Kiezladen habe ich zum ersten Mal von PlantAge, der Gemüse Genossenschaft, gehört. Bei Frankfurt/Oder wird Obst und Gemüse angebaut, dass man sich per Abo-Box in eine Abholstation in der Nähe liefern lassen kann (nur für Berlin und Brandenburg). Anders als bei anderen Abo-Boxen tritt man dazu aber in die Genossenschaft ein und wird so Kunde und Mit-Eigentümer zugleich. Neben der Gemüselieferung kann man hier auch selbst mit auf dem Feld aushelfen. So kann man am direktesten miterleben, wo die eigenen Lebensmittel eigentlich herkommen. >> PlantAge entdecken

#5 CrowdFarming

Schon mal eine Kuh oder einen Bienenstock adoptiert? Bei CrowdFarming bestellt man nicht einfach Lebensmittel, sondern adoptiert eine Produktionseinheit, deren Ernte man am Ende dann erhält. Statt also einfach nur Reis zu kaufen, adoptiert man ein Reisfeld, lernt so den Farmer kennen und kann auch selbst Feedback an diesen zurück geben. So ist man in die Produktion der eigenen Lebensmittel mehr involviert. >> CrowdFarming ausprobieren

#6 Knödelkult

Eine tolle und richtig leckere Idee kommt von Knödelkult. Diese verkaufen Knödel aus gerettetem Brot. Es gibt sowohl herzhafte als auch süße Sorten. In der aktuellen Corona-Zeit nicht ganz unpraktisch: Die Knödel kommen im Glas und sind entsprechend länger haltbar. >> Knödelkult entdecken

#7 Too good to go

Bäckereien und Restaurants haben am Ende des Tages häufig noch Essen übrig. Mit der App „Too good to go“ rettest du es vor der Mülltonne. Das gerettete Essen gibt es zudem zu einem reduzierten Preis. Zu einer vom Verkäufer festgelegten Uhrzeit kannst du es dann einfach abholen. >> Too good to go entdecken

#8 Unverpackt Läden

Schon verrückt, wie viel Plastik jede Woche im Mülleimer landet – ein beachtlicher Teil davon sind Verpackungen von Lebensmitteln. Reduzieren kann man diesen Müll durch den Einkauf in Unverpackt Läden, in denen Lebensmittel und Hygiene-Produkte ohne Verpackung verkauft werden. Man füllt sie sich einfach in selbst mitgebrachte Container oder Stoffbeutel. Mein Lieblings-Laden in Berlin ist „Der Sache wegen“, weil es dort z.B. auch Sojamilch in Glasflaschen gibt. Dieser hat (wie andere Unverpackt Läden auch) übrigens auch einen Online-Shop, in dem immerhin die Hygieneartikel auch Nicht-Berliner kaufen können. >> „Der Sache wegen“ besuchen

#9 Regionale Lieferkisten

Leckere Bio-Lebensmittel direkt vor die Haustür geliefert, bekommt man mit regionalen Bio-Lieferkisten. Hier kann man entweder Abo-Boxen abschließen oder sich den Inhalt der Kiste selbst zusammenstellen. Von regionalem Obst und Gemüse über Milchprodukte, Brot, Aufstriche, Getränke ist die Produktpalette dabei meistens sehr breit. Für Berlin kann ich bspw. die Märkische Kiste empfehlen – aber auch deutschlandweit gibt es hier zahlreiche Anbieter. >> Märkische Kiste ausprobieren

#10 Bauernmärkte

Ein ewiger Klassiker bleiben die regelmäßigen Bauernmärkte. Hier muss nichts online bestellt und dann geliefert werden. Man kann die Qualität der Lebensmittel unmittelbar erfahren und sich an der Käsetheke wunderbar durchs Sortiment probieren. Wer wissen will, wann der nächste Markt in der Nähe stattfindet, kann das zum Beispiel bei Wochenmarkt Deutschland nachschauen.

Ihr kennt weitere tolle Alternativen, bei denen man Lebensmittel nachhaltig einkaufen kann? Dann teilt diese gerne über das Kommentarfeld. Und jetzt: Guten Hunger.

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